Gewässerschutz

Im Rahmen der Gewässerüberwachung untersucht das LUNG Menge und Beschaffenheit des Grundwassers und der Oberflächengewässer. Bei festgestellten Belastungen z. B. mit Nährstoffen sind durch die zuständigen Behörden Quellen bzw. Ursachen, Herkunft und regionale Besonderheiten aufzuklären. Die Daten sind eine wichtige Grundlage für die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme nach WRRL. Ferner findet eine behördliche sowie eine Selbstüberwachung von Kläranlagenbetreibern an den Einleitstellen statt. Vom LUNG werden Mengen- und Beschaffenheitsdaten im Rahmen des Gewässerkundlichen Landesdienstes gesammelt, aufbereitet und ausgewertet. In den Gewässergüteberichten werden die Ergebnisse in konzentrierter Form der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt:

Die Datenauswertung der Gewässerüberwachung in M-V zeigt trotz positiver Entwicklungen in den vergangenen Jahren anhaltende Defizite der Gewässergüte. Während die Phosphorwerte vor allem durch den Ausbau kommunaler Kläranlagen gesunken sind, bleiben die Stickstoffwerte unzureichend. Nitratstickstoff ist hierbei mit 70 % des Gesamtstickstoffs die dominierende Komponente. Die Nitratwerte schwanken über die Jahre erheblich, ohne einen Trend erkennen zu lassen. Minderungsbedarf für Nährstoffe ergibt sich aus der Nitratrichtlinie, der Wasserrahmenrichtlinie, der Meeresschutzstrategierichtlinie sowie aus den vertaglichen Regelungen der HELCOM und OSPAR.